Modellprojekt

„Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung in Lebenswelten“

 

Laufzeit: 01.06.2017 – 31.12.2019


Im Rahmen des bundesweiten Modellprojekts kooperieren Jobcenter und Agenturen für Arbeit mit Krankenkassen und Krankenkassenverbänden, um Arbeits- und Gesundheitsförderung besser zu verknüpfen und dadurch erwerbslose Menschen in ihrer Gesundheit zu stärken. 

Standorte in Berlin und Brandenburg sind seit Juni 2017 die Berliner Bezirke Lichtenberg und Steglitz-Zehlendorf sowie der Brandenburger Landkreis Märkisch-Oderland. Im April 2018 kommen zwei weitere Standorte hinzu: der Berliner Bezirk Spandau und der Brandenburger Landkreis Oberspreewald-Lausitz.

Gesundheit Berlin-Brandenburg e. V. (GBB) wurde von Seiten der gesetzlichen Krankenkassen mit der Federführung für diese Standorte beauftragt. Die Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung begleitet die Standorte bei der Planung und Umsetzung von gesundheitsfördernden und präventiven Maßnahmen mit und für Erwerbslosen und unterstützt die Verzahnung mit Strukturen vor Ort. Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention werden mit Mitteln der Krankenkassen finanziert, welche GBB im Rahmen einer Zuwendung durch die BZgA zur Verfügung stellt.

Bausteine und Inhalte des Modellprojekts

Im Rahmen der Kooperation bringen Jobcenter bzw. Agenturen für Arbeit ihren Zugang zu erwerbslosen Menschen ein: Sie qualifizieren z. B. ihre Fachkräfte darin, gesundheitsorientierte Gespräche durchzuführen. Diese sensibilisieren im Kontext von Beratungs- und Vermittlungsgesprächen erwerbslose Menschen für das Thema Gesundheit und leiten zu passenden gesundheitsfördernden Angeboten in den Stadtteilen der Kommunen weiter. 

Weitervermittelt werden können zum einen Gesundheitsförderung- oder Präventionsangebote, die speziell im Rahmen des Modellprojekts entwickelt werden: Diese Angebote werden kooperativ geplant, damit sie in die kommunale Gesundheitsförderungslandschaft passen und mit Präventionsketten oder Bündnissen für Familien Hand in Hand greifen. Plattform dafür ist der kommunale Steuerungskreis. Neben den Kooperationspartnern und -partnerinnen sitzen u. a. Ansprechpersonen der Organisationseinheit Qualitätsentwicklung, Planung und Koordination des öffentlichen Gesundheitsdienstes (QPK) oder des Gesundheitsamtes mit am Tisch. Bei der Angebotsentwicklung werden erhobene Bedarfe einbezogen oder Erwerbslose bringen sich im besten Fall direkt mit ihren Ideen und Wünsche ein. Orte für Angebote sind wohnortnahe Einrichtungen, z. B. Stadtteilzentren, Tagesstätten oder andere freie Träger.

Zum anderen geht es im Modellprojekt darum, Zugänge zu vorhandenen gesundheitsfördernden Angeboten und Aktivitäten in den Blick zu nehmen – idealerweise aus den Augen der erwerblosen Menschen. Beispielsweise kann der Zugang zu Angeboten auch erleichtert werden, wenn ein Lotsin bzw. ein Lotse „an die Hand nimmt“ und als „Türöffner“ fungiert. 
Im Sinne von verhältnisbezogenen Ansätzen in der Gesundheitsförderung und Prävention geht es vor allem auch um Strukturaufbau: Beispielsweise, indem sich solide Netzwerke an den Standorten etablieren, die Akteure und Akteurinnen aus der Arbeits- und Gesundheitsförderung zusammenbringen; Oder indem lokale Kompetenz aufgebaut wird, wie gesundheitsfördernden und präventive Aktivitäten vor Ort gestaltet werden können, damit erwerblose Menschen daran teilhaben wollen und können.


Förderer:

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) im Auftrag und mit Mitteln der gesetzlichen Krankenkassen nach § 20a SGB V. Das Modellprojekt ist ein Schwerpunkt des GKV-Bündnisses für Gesundheit.

Weitere Partner auf der Bundesebene:

  • Bundesagentur für Arbeit
  • Deutscher Landkreistag
  • Deutscher Städtetag

 

Materialien:

 

 

 

Über das GKV-Bündnis für GESUNDHEIT:
Das GKV-Bündnis für Gesundheit ist eine gemeinsame Initiative der gesetzlichen Krankenkassen zur Weiterentwicklung und Umsetzung von Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswel-ten. Das Bündnis fördert dabei u. a. Strukturaufbau und Vernetzungsprozesse, die Entwicklung und Erprobung gesundheitsfördernder Konzepte, insbesondere für sozial und gesundheitlich benach-teiligte Zielgruppen, sowie Maßnahmen zur Qualitätssicherung und wissenschaftlichen Evaluation. Der GKV-Spitzenverband hat gemäß § 20a Abs. 3 und 4 SGB V die Bundeszentrale für gesundheitli-che Aufklärung damit beauftragt, die Aufgaben des GKV-Bündnisses für Gesundheit mit Mitteln der Krankenkassen umzusetzen.
Weitere Informationen: www.gkv-buendnis.de/

 

 

Ihre Ansprechpartnerin

Cornelia Reichert, Projektkoordination

reichert(at)gesundheitbb.de

Tel.: 030 - 44 31 90 95