Von der Idee zur Umsetzung - einen Überblick über Förderprogramme gewinnen

Fachtagung 7. Oktober 2025

Mit der Fachtagung „Von der Idee zur Umsetzung – einen Überblick über Fördermittel gewinnen“ eröffnete die Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit (KGC) Brandenburg im Namen der Partner*innen der Landesrahmenvereinbarung einen Tag des Austauschs, der Orientierung und neuer Impulse für die Praxis. Denn Gesundheitsförderung und Prävention lebt von guten Ideen und von Menschen, die, diese in konkrete Projekte zu überführen. Entscheidend ist jedoch auch, geeignete  Fördermöglichkeiten für das jeweilige Vorhaben zu finden.   

Die Veranstaltung bot dafür den passenden Rahmen. Brandenburger Akteure aus den Fachbereichen Gesundheit, Jugend und Soziales kamen zusammen, um einen Einblick in die vielfältige Förderlandschaft Brandenburgs zu erhalten und miteinander ins Gespräch zu kommen. Zwischen Impulsen und Fachforen entstand ein Raum, in dem Fragen gestellt, Erfahrungen geteilt und neue Wege gedacht werden konnten.

Der Auftakt machte klar: Fördermittel sind mehr als finanzielle Ressourcen. Sie eröffnen Chancen, Projekte anzustoßen, Strukturen zu stärken und Gesundheitsförderung vor Ort nachhaltig zu gestalten – „von der Idee bis zur Umsetzung“.

 

Grußworte der Partnerinnen und Partner der Landesrahmenvereinbarung Brandenburg

Staatssekretär Patrick Wahl
Ministerium für Gesundheit und Soziales (Foto links)


Werner Mall
AOK Nordost. Die Gesundheitskasse (Foto rechts)

Fördermittel sind weit mehr als Finanzierungsquellen. Sie sind Impulse für Wandel und Chancengleichheit. In ihren Grußwörtern betonten der Staatssekretär Patrick Wahl (Ministeriums für Gesundheit und Soziales des Landes Brandenburg) sowie Werner Mall (AOK Nordost. Die Gesundheitskasse), wie entscheidend sie für eine lebendige Gesundheitsförderung sind.

Während Staatssekretär Herr Wahl die Bedeutung kommunaler Verantwortung, gerechter Gesundheitschancen und praxistauglicher Förderstrukturen hervorhob, betonte Herr Mall die partnerschaftliche Zusammenarbeit innerhalb der Landesrahmenvereinbarung Brandenburg und appellierte an die Politik, langfristige Strukturen weiter zu stärken. Er machte deutlich: Hürden müssen abgebaut und Kooperationen gestärkt werden.

Gemeinsam unterstrichen sie, dass erfolgreiche Gesundheitsförderung nur im Zusammenwirken von Politik, Krankenkassen, der Fachpraxis und lokalen Akteuren gelingt. Fördermittel, so ihre gemeinsame Botschaft, schaffen die Voraussetzungen, dafür, dass Ideen umgesetzt und Angebote wirksam werden können.

Das Grußwort des Staatsekretärs Patrick Wahl können Sie hier nachlesen. 

 

Sie sind gefragt!

Im Rahmen der Veranstaltung wurde eine kurze interaktive Umfrage zu Fördermitteln durchgeführt. Es zeigte sich, dass einige Teilnehmende

Bereits Erfahrung im Bereich Förderanträgen sammeln konnten. Gleichzeitig fühlte sich die Mehrheit der Befragten jedoch unsicher bezüglich der Akquise von Fördermitteln. Es zeigte sich vor allem der Wunsch nach mehr Übersichtlichkeit, weniger Bürokratie, klaren Ansprechpartner*innen sowie praxisnahen und leicht zugänglichen Informationen.

 

 

 

Impuls: Wege durch das Förderlabyrinth

Daniel Pichert 
Förderlotse, Schmotz & Pichert Partnerschaft

Unter dem Titel „Der Weg durchs Förderlabyrinth“ gab Herr Pichert einen praxisnahen Überblick über die vielfältige Förderlandschaft der Gesundheitsförderung. Er erläuterte Grundlagen der Fördermittelvergabe, aktuelle Rahmenbedingungen sowie zentrale Fragen der Förderfähigkeit und zeigte Förderangebote auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene auf.

Anhand konkreter Beispiele verdeutlichte er, wie Programme von kommunalen Präventionsprojekten bis zu landesweiten Initiativen erfolgreich umgesetzt werden können. Sein Fazit: Der Weg durchs Förderlabyrinth ist komplex, aber mit Wissen, klaren Zielen und guter Vernetzung gut zu meistern – und Fördermittel sind ein wichtiger Motor für Kooperation und Innovation in Brandenburg.

 

Austausch in Fachforen

Von der Antragstellung bis zur Umsetzung – das Netzwerk „Engagiert in Pflege und Teilhabe Wittstock/Dosse“ und das Netzwerk „Zukunft Pflege Prignitz – Gemeinsam gestalten, gemeinsam helfen“

Von der Antragstellung bis zur Umsetzung: Im Forum wurde  anhand der Netzwerke „Engagiert in Pflege und Teilhabe Wittstock/Dosse“ und „Zukunft Pflege Prignitz – Gemeinsam gestalten, gemeinsam helfen“ beleuchtet, was erfolgreiche Netzwerkarbeit ausmacht. Lissy Boost (Foto links) teilte ihre Praxiserfahrungen zu zentralen Gelingensfaktoren und mögliche Stolpersteine – verbunden mit wertvollen Tipps für das eigene Fördervorhaben. > Mehr erfahren Sie hier.

 

Den Aufbau von Strukturen fördern – Fördermöglichkeiten durch das GKV-Bündnis für Gesundheit

Wie werden Ideen zu tragfähigen Projekten und welche Unterstützung bietet das GKV-Bündnis für Gesundheit? Im Fachforum stellten Ulrike Beyer (Foto links) und Andrea Hardeling (Foto rechts) neue Fördermöglichkeiten vor und zeigten, wie gezielte Unterstützung besonders vulnerable Gruppen erreicht. Der Austausch verdeutlichte: Fördermittel können ein Motor für nachhaltige Strukturen und wirkungsvolle Prävention vor Ort sein. > Mehr erfahren Sie hier.

Förderung über die Soziallotterien im Land Brandenburg

Wer ein Gesundheitsprojekt in Brandenburg plant, kann auf Lottomittel als Fördermöglichkeit zurückgreifen. Im Fachforum gaben Doreen Zernick und Annett Kinzel praxisnahe Einblicke in Voraussetzungen, Verfahren und Stolpersteine der Antragstellung. Anhand des Beispiels der PatientenUniversität Brandenburg zeigte Hannah Leichsenring (Foto links) auf, wie aus einer Idee ein erfolgreich gefördertes, bürgernahes Projekt entstehen kann. > Mehr erfahren Sie hier.

Im Kleinen beginnen, um im Großen erfolgreich zu sein.

Wie gelingt der Einstieg in die Förderwelt, wenn Ressourcen knapp und Strukturen komplex erscheinen? Hendrik Nolde (Foto links) und Eva Gehltomholt von der Fachstelle Altern und Pflege im Quartier (FAPIQ) zeigten im Fachforum anhand des „kleinen Förderkoffers“, wie kleine, praxisnahe Förderungen erste Projekte anstoßen können und langfristige Entwicklungen fördern. Der Fokus lag auf lokalen, niedrigschwelligen Möglichkeiten – kleine Schritte als Schlüssel zu nachhaltigem Erfolg. > Mehr erfahren Sie hier.

 

 

Ausblick: Was sind die nächsten Schritte

Die Fachtagung hat gezeigt, wie groß der Bedarf an Orientierung, Austausch und klaren Informationen rund um Fördermittel in Brandenburg ist. 

Im kommenden Jahr wird eine Online-Veranstaltung an das Thema anknüpfen. Dort schauen wir gemeinsam, wo die Teilnehmenden stehen, welche Fragen geblieben sind und welche Unterstützung jetzt gebraucht wird, um „von der Idee zur Umsetzung“ zu gelangen.

 

Weiterführende Informationen

Förderkoffer FAPIQ: Alles auf einen Blick: Der kleine Förderkoffer der FAPIQ bündelt wichtige Fördermöglichkeiten für ihr Projekt. > Hier gelangen Sie zum "kleinen Förderkoffer".

Förderübersicht KGC: In der Förderübersicht kompakt der KGC finden Sie schnell und übersichtlich passende Unterstützung für Ihre Vorhaben. > Hier gelangen Sie zur Förderübersicht der KGC Brandenburg.

PatUni: Die Patientenuniversität Brandenburg bietet wichtige Informationen sowie spannende Vorträge und Workshops rund um Gesundheit, Medizin und Prävention. > Hier gelangen Sie zur Webseite der Patientenuniversität Brandenburg.

 

Bilderimpressum

 

 

Eine Veranstaltung der Partnerinnen und Partnern der Landesrahmenvereinbarung Brandenburg:


Moderation der Veranstaltung

Franziska Augustin-Beggerow, Carolin Close
Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V.