Modellprojekt „Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung in der kommunalen Lebenswelt“

Laufzeit: 01.01.2020 bis zum 31.12.2022 (2. Projektphase)

Im Rahmen des bundesweiten Modellprojekts kooperieren Jobcenter und Agenturen für Arbeit mit Krankenkassen und Krankenkassenverbänden, um Arbeits- und Gesundheitsförderung besser zu verknüpfen und dadurch erwerbslose Menschen in ihrer Gesundheit zu stärken.

Das Modellprojekt wird gefördert durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) im Auftrag und mit Mitteln der gesetzlichen Krankenkassen nach § 20a SGB V.

Gesundheit Berlin-Brandenburg e. V. wurde von der Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassen mit der federführenden Koordination des Projekts in den Bundesländern Berlin und Brandenburg beauftragt. Dafür werden Zuwendungen bereitgestellt, die für gesundheitsfördernde Maßnahmen für und mit erwerbslosen Menschen eingesetzt werden. Die Maßnahmen richten sich an den Vorgaben des Leitfadens Prävention nach § 20a SGB V aus. Sie setzen an den Lebenswelten der Menschen an. Die umsetzenden Standorte im Modellprojekt werden bei der Planung und Umsetzung der Maßnahmen sowie bei der Vernetzung mit vorhandenen Strukturen vor Ort unterstützt.

Im Land Brandenburg nehmen zehn Standorte am Modellprojekt teil: die Agentur für Arbeit Eberswalde sowie die Jobcenter Barnim, Cottbus, Märkisch-Oderland, Oberhavel, Oder-Spree, Potsdam-Mittelmark, Prignitz, Spree-Neiße und Stadt Brandenburg. Das Jobcenter Märkisch-Oderland setzt dabei die in der 1. Förderperiode 2017 bis 2019 begonnene Arbeit in diesem Modellprojekt fort.

Bausteine und Inhalte des Modellprojekts

Im Rahmen der Kooperation bringen Jobcenter bzw. Agenturen für Arbeit ihren Zugang zu erwerbslosen Menschen ein: Sie qualifizieren z. B. ihre Fachpersonen darin, gesundheitsorientierte Gespräche durchzuführen. Damit sensibilisieren sie erwerbslose Menschen für das Thema und motivieren sie, an gesundheitsfördernden Angeboten teilzunehmen oder diese sogar selbst mit zu entwickeln.

Dabei ist von Anfang an wichtig, dass erwerbslose Menschen ihre Wünsche und Bedarfe kommunizieren können, damit diese angemessen berücksichtigt und passgenaue Maßnahmen konzipiert und erprobt sowie gegebenenfalls die Strukturen vor Ort verändert werden können. Dies betrifft nicht zuletzt die Zugänge zu vorhandenen gesundheitsfördernden Angeboten und Aktivitäten. Orte für Angebote können wohnortnahe Einrichtungen wie Stadtteilzentren und Begegnungsstätten, aber auch freie Maßnahme-Träger sein.

Die standortbezogene Projektarbeit wird durch ein regionales Steuerungsgremium koordiniert. Unter Leitung des verantwortlichen Jobcenters wirken Ansprechpersonen von Arbeitsmarkt- und Krankenkassenseite sowie kommunale Verantwortliche der Gesundheitsförderung und regionalen Entwicklung zusammen.

Im Sinne verhältnisbezogener Ansätze der Prävention und Gesundheitsförderung geht es vor Ort insbesondere auch um den Strukturaufbau: Es sollen sich tragfähige und verlässliche Netzwerke der Arbeits- und Gesundheitsförderung an den Standorten etablieren, die in die kommunale Gesundheitsförderungslandschaft passen und parallele Strukturen (Präventionsketten etc.) bereichern. Die vorhandene lokale Kompetenz soll sich somit erweitern, um auch erwerbslosen Menschen die Möglichkeiten zu geben, sich gerne vor Ort an gesundheitsfördernden und präventiven Aktivitäten zu beteiligen.


Förderer:

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) im Auftrag und mit Mitteln der gesetzlichen Krankenkassen nach § 20a SGB V. Das Modellprojekt ist ein Schwerpunkt des GKV-Bündnisses für Gesundheit.

Weitere Partner auf der Bundesebene:

  • GKV-Spitzenverband
  • Bundesagentur für Arbeit
  • Deutscher Landkreistag
  • Deutscher Städtetag

Weitere Informationen zum Bundesmodellprojekt finden sich unter:www.gkv-buendnis.de

 

Materialien:

 

 

 

Über das GKV-Bündnis für GESUNDHEIT:
Das GKV-Bündnis für Gesundheit ist eine gemeinsame Initiative der gesetzlichen Krankenkassen zur Weiterentwicklung und Umsetzung von Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten. Das Bündnis fördert dabei u. a. Strukturaufbau und Vernetzungsprozesse, die Entwicklung und Erprobung gesundheitsfördernder Konzepte, insbesondere für sozial und gesundheitlich benach-teiligte Zielgruppen, sowie Maßnahmen zur Qualitätssicherung und wissenschaftlichen Evaluation. Der GKV-Spitzenverband hat gemäß § 20a Abs. 3 und 4 SGB V die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung damit beauftragt, die Aufgaben des GKV-Bündnisses für Gesundheit mit Mitteln der Krankenkassen umzusetzen.
Weitere Informationen: www.gkv-buendnis.de/

 

Ihre Ansprechperson

Kathrin Bernateck, Projektleitung

bernateck[at]gesundheitbb.de

Tel.: 0331 - 88 76 20 36