Stärkung der Patientenrechte in der psychiatrischen Versorgung im Land Brandenburg
Menschen mit Psychiatrie-Erfahrung und psychischen Erkrankungen stehen im Gesundheitssystem oft vor besonderen Hürden: Unsicherheit über die eigenen Rechte, Angst vor Zwang oder Stigmatisierung sowie schlechte Vorerfahrungen können dazu führen, dass man die eigenen Interessen und Wünsche nicht wirksam genug vertreten kann. Dies trifft insbesondere Menschen mit schwereren psychischen Erkrankungen. Sie sind häufig immer wieder in Kontakt mit der psychiatrischen Versorgung und in Krisensituationen oder auch im Alltag von ihr abhängig.
Um die Rechte der betroffenen Menschen zu stärken, zielen die Aktivitäten des Projekts darauf ab, die Handlungssicherheit aller Beteiligten zu erhöhen. Sowohl die betroffenen Menschen selbst, aber auch ihre An- und Zugehörigen und die in der Versorgung tätigen Fachkräfte sollen im Umgang mit den Rechten und Interessen von Patientinnen und Patienten gestärkt werden.
Neben der Förderung des fachlichen Austauschs und der Vernetzung auf kommunaler und landesweiter Ebene, liegt die Unterstützung der Arbeit der Besuchskommissionen im Fokus des Projektes.
Film: Die Besuchskommissionen - Ein Blick auf die psychiatrische Versorgung im Land Brandenburg
Die Aufgaben des Projektes sind zwei Handlungsfeldern zugeordnet:
- Vernetzung auf Landesebene stärken, mit dem Ziel zur Verbesserung struktureller und rechtlicher Rahmenbedingungen für Menschen mit psychischen Erkrankungen beizutragen
- die fachliche Weiterentwicklung von Beschwerdemöglichkeiten für Menschen mit psychischen Erkrankungen und einen niedrigschwelligen Zugang zu diesen Beschwerdemöglichkeiten unterstützen
Das Projekt „Stärkung der Patientenrechte in der psychiatrischen Versorgung im Land Brandenburg“ ist seit Juli 2015 in Trägerschaft von Gesundheit Berlin-Brandenburg e. V. und wird vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Brandenburg gefördert.
Ihre Ansprechperson
Bitte beachten Sie: Das Projekt bearbeitet keine Beschwerden zum Thema Psychiatrie.
Beschwerden können weder angenommen noch bearbeitet werden.
Förderer
Das Projekt wird durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Brandenburg gefördert.