Unsere Sprechzeiten:

Wer war Carola Gold?

Carola Gold hat von Beginn an bei Gesundheit Berlin (seit 2009 Gesundheit Berlin-Brandenburg) mitgearbeitet, die Organisation aufgebaut und sie weiterentwickelt. Von 2006 bis 2012 leitete sie den Verein als Geschäftsführerin. Sie wirkte bei allen Kongressen Armut und Gesundheit mit und war für diese in den Jahren 2002 bis 2012 mehrfach als Projektleiterin verantwortlich. Unter ihrer Geschäftsführung gelang es, den Verband über die Berliner Landesgrenze hinaus zu erweitern.

Carola Gold setzte sich für Gesundheitsförderung und gesundheitliche Chancengleichheit ein, u. a. war sie Initiatorin des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit.

Sie fühlte sich dem Einsatz gegen Armut und für soziale Gerechtigkeit, für Gesundheit und für ein selbstbestimmtes Leben verpflichtet. Auch für zugängliche Patienteninformationen und -Unterstützungen, das Netzwerk Frauengesundheit sowie für Sprach- und Kulturmittlung im Gesundheitswesen (als Geschäftsführerin des GDD Berlin) machte sie sich stark.


2012 verstarb Carola Gold nach kurzer schwerer Krankheit. Die Grabrede, die Prof. Dr. Rolf Rosenbrock am 9. Mai 2012 auf dem St. Matthäus-Kirchhof, Berlin-Schöneberg hielt, vermittelt einen berührenden Eindruck von ihrer Lebendigkeit und der unermüdlichen Tatkraft, mit der sie die Geschäfte des Vereins lenkte.

Auch Andrea Möllmann-Bardak verfasste im Info_Dienst 1-2012 einen Nachruf, stellvertretend für die Kolleg*innen von Gesundheit Berlin-Brandenburg.

Mit ihrem Tod übernahm Stefan Pospiech die Geschäftsführung des Vereins. Unter seiner Leitung wuchs Gesundheit Berlin-Brandenburg weiter und blickt mittlerweile auf eine fast dreißigjährige Geschichte zurück.

Eine umfassende Darstellung von Carola Golds Wirken findet sich auch im Wikipedia-Eintrag.


Verleihung des Carola Gold-Preises für gesundheitliche Chancengleichheit

Im Folgejahr ihres Todes wurde erstmals im Rahmen des Kongresses Armut und Gesundheit der Carola Gold-Preis für gesundheitliche Chancengleichheit verliehen. Der Preis schafft öffentliche Aufmerksamkeit für die Belange von Menschen in schwieriger sozialer Lage. Personen, die sich in herausragender Weise für mehr gesundheitliche Chancengleichheit einsetzen, wurden damit geehrt.

Gestaltet wurde der Preis von der Berliner Künstlerin Cornelia Stretz speziell für diesen Anlass. Bei der künstlerischen Gestaltung war ihr besonders wichtig, das Richtungsweisende, Wertorientierte und Empathische in der Person und dem Wirken von Carola Gold auszudrücken. Hier lassen sich ihre Assoziationen zu Carola Gold nachlesen.

Preisträger*innen der vergangenen Jahre

Den Preis erhielten bundes- oder landesweit bekannte Akteur*innen, die sich um die gesundheitliche Chancengleichheit, insbesondere im kommunalen Rahmen, verdient gemacht haben.

2022 - Dr. Antje Richter-Kornweitz und Dr. Frank Lehmann

2021 - Thomas Lampert und die Poliklinik Veddel

2020 - Gerda Holz und Michael T. Wright

2019 - Karoline Schubert und Claus Weth

2018 - Annelie Keil und Gerhard Trabert

2017 - Kerstin Moncorps und Enikö Bán

2016 - Lotte Kaba-Schönstein und Ellis Huber

2015 - Jenny de la Torre und Klaus-Peter Stender

2014 - Ingeborg Simon und Andreas Mielck

2013 - Eva Göttlein und Heinz Hilgers

Am 27. April 2022 jährte sich der Todestag von Carola Gold zum zehnten Mal. Aus diesem Anlass wurde der Preis im Rahmen eines Symposiums zum letzten Mal vergeben.

Gedanken zu Carola Gold


Grabrede für Carola Gold

gehalten von Prof. Dr. Rolf Rosenbrock am 9. Mai 2012 auf dem St. Matthäus-Kirchhof, Berlin-Schöneberg

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