„Berlin bleibt sozial!“: Protest gegen Kürzungen in der Sozial- und Bildungsinfrastruktur
Am 23. Juni vor dem Roten Rathaus in Berlin-Mitte fanden sich – anlässlich der Ministerpräsident*innen-Konferenz am 25. Juni – Beschäftigte und Nutzende sozialer Angebote zusammen, um gemeinsam gegen erneute Kürzungen von Geldern im Sozialstaat zu demonstrieren und um an den Senat zu appellieren, sich gegen diese Einschnitte der Gelder einzusetzen. Unter dem Motto „Berlin bleibt sozial“ machten sie deutlich, dass Beratungsstellen, Jugendhilfe, Integrationshilfe, Angebote für Familien, Senior*innen sowie Hilfe für Menschen mit Einschränkungen nicht weiter geschwächt werden dürfen. Die Demonstration wurde in erster Linie von Caritasverband für das Erzbistum Berlin e. V. und vom Bündnis für ein soziales Berlin organisiert. Jedoch gab es auch sehr viele Sprecher*innen von unterschiedlichsten Verbänden und Institutionen.
Bei mir sind vor allen die Reden der Menschen hängengeblieben, die selbst in Kitas und Schulen mit den Kindern arbeiten, denen die Hilfsmittel gestrichen werden sollen, oder von denen, die selbst auf die Hilfe angewiesen sind. Diese Menschen sind unsere Zukunft und Teil unserer Gesellschaft und haben dasselbe Recht wie alle eingebunden zu werden, um ihre Stärken anwenden und ihr Leben frei gestalten zu können.
Auf vielen Bannern und Plakaten waren Aufschriften wie „jetzt kürzen später zahlen“ zu lesen. Die Forderungen waren klar: Wenn jetzt an dem Sozialstaat gekürzt wird, hat das für niemanden einen Vorteil, da man vielleicht kurzfristig Geld einspart, aber langfristig mit einer instabilen Gesellschaft zahlen muss. Soziale Arbeit ist kein freiwilliger Luxus, sondern ein zentraler Bestandteil einer solidarischen Stadt. Sie sorgt für gestärkte Familien, begleitete Jugendliche und sie trägt zum Zusammenhalt in Kiezen bei.
Der Protest vor dem Roten Rathaus richtete sich damit nicht nur gegen einzelne Sparmaßnahmen, sondern gegen eine Politik, die aus Sicht der Teilnehmenden soziale Unterstützung und Zusammenhalt gefährdet. „Berlin bleibt sozial!“ wurde damit zum gemeinsamen Zeichen: Wer an sozialer Arbeit spart, riskiert weniger Hilfe für diejenigen, die sie dringend brauchen, und schwächt damit das gemeinsame Miteinander sowie die Gleichberechtigung marginalisierter Gruppen und damit auch die Demokratie.
Mehr zum Bündnis Soziales Berlin unter https://buendnissoziales.berlin/.
Danke, liebe Marieke, für den fantastischen Beitrag! Ganz klar, dass Du zu GesBB passt!