Unsere Sprechzeiten:

Halbjahresbilanz der Nachbarschaftshilfe Brandenburg

Seit Ende 2025 ist die ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe in Brandenburg offiziell als alltagsunterstützendes Angebot anerkannt. Die aktuelle Halbjahresbilanz des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt (MASGZ) zeigt, wie viel sich seitdem bewegt hat:

In den letzten sechs Monaten haben sich 665 Brandenburger*innen offiziell als Nachbarschaftshelfer*innen registrieren lassen. 

Zudem bieten mittlerweile 15 gelistete Schulungsanbieter – engagierte lokale Akteure, Vereine und kleinere Unternehmen – die nötigen Vorbereitungskurse an. Über 70 Schulungen und Infoveranstaltungen wurden landesweit bereits durchgeführt. Auch Servicepunkte der Nachbarschaftshilfe sind in vielen Regionen Brandenburgs entstanden. 

Hinter den Kulissen sorgt das FAPIQ-Team für die Koordination, vom zentralen Online-Portal über Hinweise zu Schulungen und Servicepunkten bis zum Nachbarschaftshilfe-Infotelefon. Damit die Hilfe genau dort ankommt, wo sie gebraucht wird: direkt vor Ort zu Hause. 

"In unseren Schulungen begegnen uns die unterschiedlichsten Menschen, und doch gibt es einen gemeinsamen Nenner: Viele Teilnehmende haben schon in der Vergangenheit im Stillen geholfen. Umso schöner ist es, dass die Nachbarschaftshilfe dieses wertvolle Engagement nun sichtbar macht und würdigt", sagt FAPIQ-Projektleiterin Kathatrina Wiegmann.

Rund 190.000 Menschen werden in Brandenburg zu Hause gepflegt und haben Anspruch auf den Entlastungsbeitrag – aber nur rund die Hälfte nutzt ihn bisher. Die Nachbarschaftshilfe in der Pflege ist daher ein Win-Win für alle: Pflegebedürftige erhalten unkomplizierte Unterstützung im Alltag und können ihren Helfenden eine Aufwandsentschädigung zahlen, die von der Pflegekasse über den Entlastungsbetrag abgerechnet werden kann.