Rückblick: Die Ernährungskompetenz von Kindern und Jugendlichen stärken

11. März 2026 - Online-Impuls: Wissen. Vernetzen. Anwenden.

Gesundheitskompetenzen sind entscheidend für ein gesundes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen. Daher ist es wichtig, die Gesundheitskompetenz zu stärken – strukturell, alltagsnah und lebensweltorientiert. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde die Rolle der Ernährungskompetenz als ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitskompetenz in den Blick genommen. Ernährung betrifft uns alle, jeden Tag.

Aktuelle Daten: Gesundheitliche Lage von Kindern und Jugendlichen

Einführend stellte Herr Dr. Johannes Deutschbein vom Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) zentrale Ergebnisse aus dem aktuellen Kinder- und Jugendgesundheitsbericht vor. Die Datenlage zeigt, dass sich gesundheitliche Chancen bereits im Kindes- und Jugendalter unterschiedlich verteilen. Während ein Großteil der Kinder im Einschulungsalter noch ein Normalgewicht aufweist, steigt der Anteil von Übergewicht im Jugendalter deutlich an. Zudem zeigen sich Unterschiede im Ernährungsverhalten, etwa bei regelmäßigen Mahlzeiten oder gemeinsamen Essen im Familienalltag.

Die Ergebnisse verdeutlichen die Bedeutung, Gesundheitskompetenzen und damit einhergehend die Ernährungskompetenz frühzeitig mitzudenken und strukturelle Rahmenbedingungen zu fördern.

Aus der Praxis: Ernährungskompetenz stärken

Im zweiten Impuls ging Marlen Mikuschka von der Verbraucherzentrale Brandenburg auf die Bedeutung von Ernährung im Alltag ein. Ernährungskompetenz bezeichnet die Fähigkeit, Ernährungswissen im Alltag praktisch anzuwenden und gesundheitsförderliche Entscheidungen zu treffen.

Herausforderungen im Alltag

Frau Mikuschka zeigte, dass steigende Lebensmittelpreise und begrenzte Ressourcen den Zugang zu ausgewogener Ernährung erschweren können. Besonders betroffen sind Menschen mit geringem Haushaltseinkommen. Das kann sowohl physische, psychische als auch soziale Auswirkungen haben und sich bereits früh im Leben von Kindern und Jugendlichen niederschlagen.

Ansätze zur Stärkung der Ernährungskompetenz

Vorgestellt wurden praxisnahe und niedrigschwellige Ansätze zur Förderung von Gesundheits- und Ernährungskompetenz. Dazu zählen unter anderem:

  • alltagsnahe Bildungsangebote und Workshops
  • Mitmachaktionen und praktische Übungen
  • zielgruppenspezifische Materialien für Kinder, Jugendliche und Familien
  • Schulungen für Multiplikator*innen

Ziel ist es, Kompetenzen durch praktische Erfahrungen zu stärken und Angebote so zu gestalten, dass sie leicht zugänglich und im Alltag umsetzbar sind.

Bedeutung für die Praxis

Für die praktische Umsetzung wurde hervorgehoben, dass Angebote insbesondere in den Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen ansetzen sollten – etwa in Schulen, Familienzentren oder sozialen Einrichtungen. Eine wertschätzende, wertfreie Ansprache, lebensnahe Inhalte und die Förderung praktischer Fähigkeiten sind dabei zentrale Erfolgsfaktoren.

Die vorgestellten Ansätze machten deutlich, wie wichtig qualifizierte Fachkräfte und Multiplikator*innen sind, um diese Themen nachhaltig in die Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen zu tragen und wirksam zu verankern.

Haben Sie Interesse an einer Multiplikatoren-Schulung oder an den zielgruppenspezifischen Materialien? Melden sie sich gern per Mail bei Marlen Mikuschka unter m.mikuschka@vzb.de

Vortrag

Bei Interesse an den Vortragsfolien von Herrn Dr. Deutschbein und/oder Frau Mikuschka schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an: kgc-brandenburg@gesundheitbb.de

Diese können wir Ihnen zum internen Gebrauch zur Verfügung stellen.

 

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