Patientenfürsprecher*innen sind in Berliner Krankenhäusern unabhängige ehrenamtliche Ansprechpersonen für Patient*innen. Sie unterstützen bei Beschwerden, Anliegen und Rückmeldungen zur Versorgung und können damit einen wichtigen Beitrag zur Stärkung von Patient*innen in der Wahrung ihrer Rechte und zur Vermittlung zwischen Patient*innen und Einrichtungen leisten.
Gleichzeitig sind insbesondere vor dem Hintergrund institutioneller Diskriminierung und struktureller Zugangshürden zur Gesundheitsversorgung auch mit dem Ehrenamt große Herausforderungen verbunden. Die Erfahrungen der Patient*innenfürsprechenden aus der Ehrenamtspraxis können wiederum auch wertvolle Erkenntnisse für zivilgesellschaftliche Beratungsstrukturen bieten.
Das Amt wird in Berlin jeweils für die Dauer von fünf Jahren vergeben, öffentlich durch die Bezirke ausgeschrieben und durch die BVVen gewählt. Da 2026 die Ämter turnusgemäß neu ausgeschrieben werden, möchten wir die Veranstaltung auch dazu nutzen, interessierte Personen frühzeitig über Aufgaben, Rahmenbedingungen und Bewerbungswege zu informieren.
Geplant ist ein praxisnaher Einblick aus drei Perspektiven:
- Die Patientenbeauftragte des Landes Berlins, Ursula Gaedigk, stellt in einem einführenden Kurz-Input dar, welche Funktion, Aufgaben und Bedeutung ehrenamtliche Patient*innenfürsprechende für Patient*innen in Berlin haben.
- Eine Patient*innenfürsprecherin berichtet über ihre Erfahrungen im Ehrenamt, über typische Anliegen von Patient*innen sowie über Chancen und Herausforderungen in der Praxis.
- Vertreterinnen aus zwei Bezirken erläutern das Ausschreibungs- und Bewerbungsverfahren und informieren darüber, welche Rolle die Bezirke bei der Begleitung der Patient*innenfürsprechenden übernehmen.
Weitere Infos auf der Website der Fachstelle Gerecht:Behandelt