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Frage 10 - Integrierte Gesundheitszentren

10. Planen Sie, das Landesprogramm für Integrierte Gesundheitszentren auszuweiten und den lebensweltorientierten Ansatz – also die enge Verzahnung von medizinischer Versorgung, psychosozialer Beratung sowie Präventions- und Gesundheitsförderungsangeboten – weiterzuentwickeln?

CDU: "Berlin verfügt über eine große Vielfalt an Angeboten, die jedoch oft unzureichend miteinander verzahnt sind. Wir unterstützen den Ansatz, medizinische Versorgung, Prävention, psychosoziale Beratung und weitere Unterstützungsangebote stärker miteinander zu verzahnen und Angebote niedrigschwellig und wohnortnah zugänglich zu machen. Entscheidend ist, dass die Angebote vor Ort an den konkreten Bedarfen der Menschen ausgerichtet sind und insbesondere auch diejenigen erreichen, die bislang nur unzureichend Zugang zu bestehenden Versorgungsstrukturen finden. Bestehende Strukturen und erfolgreiche Modelle sollten dabei sinnvoll miteinander vernetzt und weiterentwickelt werden. Dazu können ambulante Gesundheitsangebote ebenso beitragen wie psychosoziale Hilfen, Beratungsangebote und weitere niedrigschwellige Anlaufstellen im Kiez. Eine Weiterentwicklung des Landesprogramms sollte sich aus unserer Sicht am tatsächlichen Bedarf und an der Wirksamkeit der bestehenden Angebote orientieren. Wo Integrierte Gesundheitszentren Versorgungslücken schließen und einen erkennbaren Mehrwert für die Menschen vor Ort schaffen, stehen wir einer bedarfsgerechten Weiterentwicklung offen gegenüber."

Die Linke: "Wir wollen den Aufbau von multiprofessionellen Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) in öffentlicher Hand oder gemeinnütziger Trägerschaft gezielt fördern. Die MVZ wollen wir zudem mit dem Ansatz der Community Health Nurses verbinden. Sie können eine wichtige Rolle in der wohnortnahen Gesundheitsversorgung spielen, weil sie direkt im Sozialraum arbeiten, Menschen zu gesundheitlichen Fragen beraten, bei chronischen Erkrankungen unterstützen und dabei helfen, gesundheitliche Risiken frühzeitig zu erkennen. Damit wollen wir insbesondere die unterversorgten Bezirke besser medizinisch versorgen. In der Gesundheitsverwaltung soll dazu eine Stabsstelle eingerichtet werden, die mit der Umsetzung des Sonderprogramms zum Aufbau von MVZ in öffentlicher oder gemeinnütziger Trägerschaft befasst ist."

Bündnis 90/Die Grünen: "Das von uns in letzter Berliner Regierungszeit initiierte Landesprogramm für Integrierte Gesundheitszentren ist unsere Antwort für eine zukunftsweisende sektorenübergreifende, bedarfsgerechte und multiprofessionelle Versorgung der Berliner*innen vor Ort im Kiez nach Vorbild des Gesundheitskollektivs Neukölln (GeKo). Wir möchten über die vier bestehenden Integrierten Gesundheitszentren hinaus ein solches IGZ in allen Berliner Bezirken. Denn alle Berliner*innen haben ein Recht auf eine bedarfsgerechte und wohnortnahe Versorgung, unabhängig von sozialem Status oder Geldbeutel. Uns ist dabei besonders wichtig, dass die Planung und Ausgestaltung sozialraumorientiert und partizipativ erfolgt. Gesundheit vor Ort betrifft uns alle, weshalb wir auch ein Mitgestaltungsrecht fordern."

SPD: "Ja. Wir wollen Integrierte Gesundheitszentren ausbauen. Sie bündeln medizinische Versorgung, Pflege und psychosoziale Beratung wohnortnah und niedrigschwellig. Ambulante, stationäre und psychosoziale Angebote müssen enger zusammenarbeiten. Community Health Nurses führen wir in allen Bezirken ein und finanzieren sie dauerhaft. Sie verbinden wohnortnahe Versorgung mit Prävention und entlasten pflegende Angehörige. Den lebensweltorientierten Ansatz, der Gesundheitsförderung in Kita, Schule, Kiez und Arbeitswelt verankert, entwickeln wir weiter. Wir setzen uns bei der KV Berlin für eine Reform der ambulanten Bedarfsplanung ein, damit alle Bezirke aus reichend Haus- und Facharztsitze haben."

Hier gelangen Sie zur Detailansicht!

Health in and for All Policies (Frage 1)

Gesunde-Städte-Netzwerk (Frage 2)

Gesundheitsdienstgesetz (Frage 3)

Gesundheitsziele                  (Frage 4)

Bezirkliche Gesundheitsziele (Frage 5)

Gesundheitsfolgenabschätzung (Frage 6)

Diskriminierung im Gesundheitswesen              (Frage 7)

Landesstrategie gegen Kinderarmut                            (Frage 8)

Gesundheitskompetenz        (Frage 9)

Integrierte Gesundheitszentren            (Frage 10)