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Frage 9 - Gesundheitskompetenz

9. Planen Sie den aktuellen Schwerpunkt „Gesundheitskompetenz“ der Landesgesundheitskonferenz zu unterstützen, und wenn ja, wie?

CDU: "Wir unterstützen den aktuellen Schwerpunkt „Gesundheitskompetenz“ der Landesgesundheitskonferenz ausdrücklich. Gesundheitskompetenz ist für uns ein zentraler Bestandteil wirksamer Prävention. Ziel ist es, Menschen in die Lage zu versetzen, informierte Entscheidungen über ihre eigene Gesundheit zu treffen, Risiken richtig einzuschätzen und im Alltag sowie in medizinischen Notfällen sicher handeln zu können. Deswegen wollen wir Gesundheitskompetenz möglichst früh und lebensnah vermitteln, unter anderem wir durch leicht verständliche, mehrsprachige Informationsangebote, gezielte Aufklärungskampagnen und die Stärkung der Gesundheitsbildung – beginnend in der Schule bis hin zur Erwachsenenbildung – fördern. Ein besonderer Schwerpunkt liegt für uns auf Schulen. Erste Hilfe- und Wiederbelebungskompetenzen sollen perspektivisch an allen Berliner Schulen vermittelt werden. Auch Kenntnisse über wichtige Warnzeichen medizinischer Notfälle gehören für uns dazu."

Die Linke: "Gesundheitskompetenz spielt in einem zunehmend komplexen Gesundheitssystem eine zentrale Rolle. Nur wenn Patient*innen gut informiert sind und sich selbstbestimmt im Gesundheitswesen bewegen können, können sie Präventionsangebote nutzen, eigene Gesundheitsentscheidungen treffen und ihre Rechte wahrnehmen. Wir unterstützen daher den Schwerpunkt „Gesundheitskompetenz“ der Landesgesundheitskonferenz und wollen die Förderung von Gesundheitskompetenz weiter stärken. Angebote müssen niedrigschwellig, verständlich und dort ansetzen, wo Menschen leben und arbeiten. Dabei können Community Health Nurses, wohnortnahe interdisziplinäre Versorgungszentren in kommunaler oder gemeinnütziger Trägerschaft sowie ein gestärkter Öffentlicher Gesundheitsdienst (ÖGD) eine wichtige Rolle spielen. Sie schaffen Orientierung, verbessern den Zugang zu Gesundheitsinformationen und stärken Prävention insbesondere für Menschen, die bislang schlechter erreicht werden."

Bündnis 90/Die Grünen: "Wir möchten auch weiterhin die Arbeit der Landesgesundheitskonferenz unterstützen, durch eine Stärkung des Gremiums, aktive Teilnahme an Veranstaltungen oder das Einsetzen für eine Weiterführung einer Landesstrategie. Da Gesundheitskompetenz als Querschnittsthema für alle relevant ist, ist die koordinierte Zusammenarbeit der wesentlichen Akteur*innen im Gesundheitswesen von großer Bedeutung. Von der Patient*innensteuerung über das Zurechtfinden im Gesundheitssystem bis hin zu gesundheitskompetenten Strukturen und Organisationen. Wichtig ist uns, dass darüber hinaus soziale Faktoren und Verhältnisse berücksichtigt werden. Eine Förderung der Gesundheitskompetenz muss für uns auch immer mit verhältnispräventiven Ansätzen, die die sozialen Determinanten von Gesundheit in den Fokus nehmen, einhergehen."

SPD: "Ja. Gesundheitskompetenz ist für uns eine Voraussetzung für selbstbestimmte Teilhabe. Wir wollen niedrigschwellige, mehrsprachige Anlaufstellen ausbauen und Sprachbarrieren im Gesundheitswesen abbauen. Für Behördengänge und Gesundheitsangebote führen wir flächendeckend Sprachmittlung ein. Den Öffentlichen Gesundheitsdienst stärken wir als zentralen Akteur für Gesundheitsaufklärung und Prävention. Gesundheitsbildung verankern wir früh: Ernährungsbildung beginnt in der Kita, Gesundheitsförderung setzt in Schule und Lebenswelt an. Im Parlament setzen wir uns dafür ein, dass der Schwerpunkt Gesundheitskompetenz der LGK mit konkreten Maßnahmen und Mitteln unterstützt wird."

Hier gelangen Sie zur Detailansicht!

Health in and for All Policies (Frage 1)

Gesunde-Städte-Netzwerk (Frage 2)

Gesundheitsdienstgesetz (Frage 3)

Gesundheitsziele                  (Frage 4)

Bezirkliche Gesundheitsziele (Frage 5)

Gesundheitsfolgenabschätzung (Frage 6)

Diskriminierung im Gesundheitswesen              (Frage 7)

Landesstrategie gegen Kinderarmut                            (Frage 8)

Gesundheitskompetenz        (Frage 9)

Integrierte Gesundheitszentren            (Frage 10)